SCALA Programmkino | Apothekenstraße 17 | 21335 Lüneburg | Karten-Telefon: (0 41 31) 224 32 24
Eine impulsive Komödie und eine einfühlsame Geschichte:DAS KONZERT – ab 29.07.2010 in der SCALA
Samstag, 31.07.2010
Sonntag, 24. Januar und Montag, 25. Januar 2010
Sonntag ab 10.30 Uhr, Montag ab 16.00 Uhr

Zu den Lüneburger Jubiläums-Umweltfilmtagen, den zehnten, heißen wir Veranstalter Sie wieder herzlich willkommen.
Uns ist eigentlich gar nicht zum Jubilieren zu Mute: Klimawandel und Wirtschaftsabsturz, Extremwetter, versinkende Küsten, abschmelzende Polkappen, Rodung der Regenwälder, Artensterben, Verschwendung und Wachstum als Leitkultur – das treibt uns um. Zehn Jahre, in denen Entscheidungen vertagt und Entwicklungen verzögert wurden. Positiv sehen wir jedoch nun, dass aktuell alle Staats- und Regierungschefs die Dringlichkeit zum Handeln offensichtlich erkannt haben.
Wir Veranstalter haben in den vergangenen zehn Jahren neben den Umweltfilmtagen auf den verschiedensten Veranstaltungen viele Menschen für unseren kranken Planeten sensibilisieren können – doch für die Mehrheit scheint immer noch zu gelten: „Verbale Aufgeschlossenheit bei weitgehender Verhaltensstarre“ (Soziologe Ulrich Beck).
Und wie geht es weiter mit der Erderwärmung und Umweltzerstörung?: Nach den neuesten Erkenntnissen der Klimaforscher ergibt sich ein weitaus bedrohlicheres Bild, als der IPPC-Bericht 2007 prognostizierte, jetzt sollen es schlimmstenfalls schon +5 °C bis +7 °C werden bis 2100! Das heißt: „Nach uns die Sintflut“ gilt nicht mehr, „Vor uns die Sintflut“ ist real, zutreffender – und ehrlicher – ist: „Wir sind die Sintflut!“.
Die Filme der zehnten Umweltfilmtage zeigen in voller Bandbreite, wie ernst es um unsere Zukunft bestellt ist – und nicht erst um die der kommenden Generationen! Dazu haben wir wieder Filmemacherinnen und Filmemacher sowie kompetente Fachleute für die Diskussion gewinnen können.
Erstmalig haben wir unter dem Programmpunkt Umdenken einen ganz aktuellen Film ins Programm genommen, der mit dem „Grundeinkommen für alle“ unser derzeitiges Erwerbs- und Entlohnungssystem in Frage stellt und an den sich eine anregende Diskussion anschließen wird.
So versprechen wir Ihnen wieder aufrüttelnde Dokumentarfilme aus aller Welt, aber auch Filme mit positiven Beispielen des Umsteuerns.
Eine schöne Anerkennung unserer Arbeit ist die Zusage von Prof. Dr. Klaus Töpfer, den Eröffnungsvortrag zu halten.
Zum Schluss unser Dankeschön an alle Sponsoren und an Sie, die uns mit ihrem Eintrittsgeld ebenfalls unterstützen.
Auf Wiedersehen bei den 11. Lüneburger Umwelt-Filmtagen!
als Schirmherr der Lüneburger Umweltfilmtage begrüße ich Sie sehr herzlich zur bereits zehnten Veranstaltung im SCALA Programmkino. Besonders freue ich mich, dass Prof. Dr. Klaus Töpfer in unsere Stadt kommt, um anlässlich des Jubiläums die Umweltfilmtage mit einem Vortrag zu eröffnen.
Um über Klimawandel, Mobilität oder Atomausstieg zu informieren, bietet sich das Medium Film in besonderer Weise an. Gerade die Filmtage bieten einen geeigneten Rahmen, mit dem Medium Film auf informative und unterhaltende Weise zum Handeln anzuregen, was jeder in seinem Lebensumfeld zum Schutz des Klimas beitragen kann.
Der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore bringt es auf den Punkt: „Wir können es uns nicht länger leisten, die globale Erwärmung als politisches Thema anzusehen, sie ist die größte moralische Herausforderung für die Bewohner dieses Planeten.“ Nehmen wir ihn beim Wort, unterstützen wir alle den Agenda 21-Prozess in unserer Stadt – durch persönliches umweltbewusstes, nachhaltiges Handeln.
In diesem Sinne wünsche ich den Besucherinnen und Besuchern der 10. Lüneburger Umwelt-Filmtage viele interessante und anregende Diskussionen.
Mit herzlichen Grüßen
Ulrich Mädge, Oberbürgermeister
Veranstalter:
Kinowerkstatt e.V. in Zusammenarbeit mit Bündnis 90/Die Grünen, BUND, TUN e.v., NABU, SCHUBZ, Stadt Lüneburg, Sustainable University, Landkreis Lüneburg und SCALA Programmkino
Unterstützer:
Ad Fontes, GKSS Forschungszentrum Geesthacht, Leuphana Universität Lüneburg, Verkehrsclub Deutschland (VCD), Dimkes Bauart, Haustechnik Will, Heinrich-Böll-Haus, Godehus – Naturkost und Naturwaren, Landeszeitung für die Lüneburger Heide
Sooeben erreichte uns die Nachricht, dass Prof. Dr. Klaus Töpfer leider nicht kommen kann. Wir freuen uns aber, den Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung, Dr. Günther Bachmann, zur Eröffnung begrüßen zu können.
10.30 — Eröffnung
12.00 — Ernährung I: Globalisierungsfolgen
12.00 — Umweltzerstörung I
14.15 — Umweltzerstörung II
14.15 — Energiekrise: Rohstoffe I
16.20 — Energiekrise: Rohstoffe II
16.20 — Atomtechnik
18.30 — Ernährung II: Alternativen
18.30 — Mobilität
20.30 — Erneuerbare Energien
20.30 — Energiequellen alt & neu
16.00 — Ernährung III: mit Gift und Genen
18.00 — Finanzkrise
20.00 — Umdenken
Wir bieten vormittags Sondervorstellungen für Schulklassen und Gruppen nach Vereinbarung an. Weitere Informationen & Anmeldung im SCALA-Büro unter Tel. (0 41 31) 224 32 22.
Alles im Griff? – Arbeiten im Atomkraftwerk
ARTE 2009, 55 min. — Im Streit um die Kernkraft wird häufig ein wesent-licher Aspekt ausgespart: der Standpunkt derer, die in Kernkraftwerken arbeiten. Und dabei liegt unser aller Sicherheit in ihren Händen. Die Dokumentation erteilt ihnen das Wort.
Car-To-Go in Ulm
Daimler AG 2009, 10 min. — Mobilität in Städten einmal ganz anders. Eine Smart-Flotte ist auf eine Vielzahl von Stützpunkten im Stadt-gebiet Ulm verteilt, kann dort „gemietet“ und an einem anderen Standort wieder abgestellt werden.
Cowboys
Kurzfilm von Johannes Bünger, 90 sec. — Umweltkampagne der Friends of the Earth Europe (FoEE).
Der Kampf um den Müll – wie recycelbar ist unsere Welt?
BR 2009, von Stefan Geier, 30 min. — Der Müll enthält eine Vielzahl energiereicher Rohstoffe und seltener Metalle. Das wird dazu führen, dass zu deren Gewinnung die bestehenden Deponien wieder abgetragen werden.
Die Atom-Lüge – Etikettenschwindel bei der Atom-Endlagerung
ARD Monitor 2009, 10 min. — Von besonders langer Halbwertszeit ist die Lüge vom billigen Atom-Strom. Da hat die Atom-Lobby über Jahrzehnte so gut getrickst und so schön gerechnet, dass jede sachliche Nachfrage als Ideologie abgetan wird. Ein Bericht über den Etikettenschwindel bei der Atom-Endlagerung – teuer, dreist, gefährlich.
Die Biosprit-Lüge
ARTE 2009, von Inge Altemeier und Reinhard Hornung, 43 min. — Bio-treibstoffe gelten als Wundermittel im Kampf für ein besseres Klima. Doch ihre ökologische Bilanz ist noch mäßig und sie binden Ackerfläche, die der Nahrungserzeugung dienen sollte. Menschen in der Dritten Welt müssen hungern, damit wir unsere Autos mit ökologisch gutem Gewissen tanken können.
Die Gier nach Kanadas schwarzem Gold
ZDF 2009, von Christopher Görtsch, 30 min. — Fort McMurray boomt: In den umliegenden Athabasca-Ölsandfeldern lagert mehr Rohöl als unter Saudi-Arabien. Doch die Förderung ist energie- und kostenintensiv – und Umweltexperten laufen Sturm gegen Naturzerstörung.
eco-crimes: Verbrechen gegen die Natur
WDR 2009 (Längengrad Filmproduktion), von Heinz Greuling und Thomas Weidenbach, 90 min. — Die organisierte Kriminalität macht sich über die Schätze der Natur her und angeblich erfolgreiche Umweltabkommen werden durch Schmuggler-Kartelle in China und Deutschland ad absurdum geführt.
Geraubte Zukunft – Hijacked Future
Von David Springbrett (Asterisk Productions), OmU, 45 min. — Von der Kontrolle des Saatguts und der Zukunft unserer Ernährung. Der umwelt- und bildungspolitische Film stellt die industrielle Landwirtschaft Kanadas der kleinbäuerlichen Produktion in Äthiopien gegenüber; hier wird die Vielfalt erhalten und es werden neue Wege zur Ernährungssicherheit gegangen.
Grundeinkommen
Von Daniel Häni und Enno Schmidt, Initiative Grundeinkommen 2009, 110 min. — Die Krise hat das Vertrauen in das kapitalis-tische Wirtschaftssystem nachhaltig erschüttert. Als Teil des großen notwendigen Umdenkprozesses zu einem gerechten sozialen System be-schäftigt sich dieser Film mit der Idee des bedingungslosen Grundeinkommens.
Hunger und Wut – warum die Welternährungskrise kein Zufall ist!
Von Petra Schulz, ZDF 2008, 45 min. — Über 850 Mio. Menschen haben zu wenig zu essen. Es wird erklärt, welche globalwirtschaftlichen Mechanismen dafür verantwortlich sind und welche Prozesse der globalen Wirtschaft den armen Ländern eine Entwicklung erschweren.
Hühner für Afrika – Vom Unsinn des globalen Handels
ARTE, von Joachim Vollenschier, 45 min. — Euer Hunger, unser Profit. Der unfaire Handel mit der Dritten Welt und wie die EU den Hunger subventioniert. Cholesterinbewusste wollen mageres Hähnchenfleisch auf dem Teller. Reste werden für „Hühner für Afrika“ exportiert.
Kein Brot für Öl – Der Biospritboom in Kolumbien
WDR 2008, von Renate Werner, 30 min. — Ausgelöst durch den Treibstoffdurst der Industrieländer und deren Biospritbedarf soll die Herstellung von Agrodiesel jetzt zur Nummer Eins werden. Aber schon jetzt explodieren in Kolumbien die Lebensmittelpreise und viele der ehemaligen Kleinbauern verelenden als schlecht bezahlte Tagelöhner auf den Plantagen.
Kohle-Boom in Australien
ARTE 2008, von Mouhcina El Ghomri, 30 min. — Australien zählt zu den Ländern mit den größten Kohlevorkommen. Wachsende Nachfrage und aggressive Lobbyisten der Kohlebranche mit deutscher Finanzierung führen zum verwüsteten Land. Bauern und Winzer werden die Existenzgrundlagen entzogen, das Gemeinwesen wird zerstört.
Monsanto – mit Gift und Genen
ARTE 2007, von Marie-Monique Robin, 110 min. — Die preisgekrönte Autorin hat Fakten zusammengetragen, wie Monsanto mit unlauteren Mitteln zum größten Gentechnikhersteller der Welt wurde. Von gekauften Wissenschaftlern über gefälschte Studien bis zu Kontakten auf höchster politischer Ebene reichen die Skandale, die kein Vertrauen der Verbraucher in gentechnisch veränderte Lebensmittel zulasssen.
Requiem für einen Rohstoff: Öl – eine endliche Geschichte
ARTE/ZDF 2008, von Richard Smith, 45 min. — Spannend und in hohem Tempo erzählt Smith von der Entstehung des Rohstoffs Öl. Auf verständliche Weise zeigt der australische Biologe und Journalist, dass durch die Verbrennung von fossilem Brennstoff inzwischen so viel C02 freigesetzt wurde, dass dies über kurz oder lang zu klimatischen Veränderungen führen muss. Die Ironie des Schicksals will es, dass die Verbrennung der Ressource genau zu der Klimaverschiebung führen könnte, der der Rohstoff einst seine Entstehung verdankt. Es ist ein Kreislauf, dessen Zusammenhänge wir verstehen müssen, um ihn zu durchbrechen.
OROP Algeria 2005 – 2009
Von Madjid Abdellaziz
Der Film über das Projekt Desert-Greening zeigt die erfolgreiche Methode, die geschädigte Umwelt mit verschiedenen bioenergetischen Methoden zu heilen – ein Modell, das zukunftsweisend ist. Madjid Abdellaziz beschäftigt sich seit nunmehr über zehn Jahren mit der Entwicklung der Technik zur Erzeugung von natürlichem Regen: die sogenannte Himmelsakupunktur. Er hat ein Wüstenbegrünungsprojekt in Algerien durchgeführt und wird über seine wertvollen Erfahrungen berichten.
Plastik. Billiger Stoff – hoher Preis
Von Thilo Maack (DENKmal-Filmgesellschaft Claus Strigel & Bertram Verhaag), 45 min. — Die Faszination und Begeisterung für Plastik ist genau so groß wie die Liste der Probleme. Plastik gibt über die Zeit viele seiner oft hormonell wirksamen Zusatzstoffe an die Umwelt ab. Verteilt durch Wind, Wasser und illegale Müll-entsorgung im Meer kommen sie über die Nahrungskette bis zum Menschen. Nach Prof. Braun-gart muss jeder Bestandteil von Produkten – und somit auch Plastik ungiftig – und beliebig oft recycelbar sein, indem die Einzelteile voneinander trennbar sind. Alles muss wieder in den Kreislauf zurückgegeben werden.
Sicherheitsrisiko Biblis
ARD Kontraste 2009, 10 min. — Die Bundesatomaufsicht sieht ein zu hohes Sicherheitsrisiko für das hessische Kernkraftwerk Biblis. Es gibt Probleme mit dem Notkühlsystem.
Strom im Tank – wo bleibt das Elektroauto?
WDR 2009 (Längengrad Filmproduktion), von Daniel Münter, 45 min. — Dieser Film will für Durchblick in Sachen Elektroauto sorgen. Es wird Erstaunliches berichtet, z.B. dass GM vor wenigen Jahren alle hergestellten Elektroautos einsammeln und in der Wüste verschrotten ließ und dass Renault demnächst gleich drei vollwertige E-Fahrzeuge serienmäßig auf den Markt bringt.
Verbranntes Geld
ARTE 2009, von Kersten Schüßler, 55 min. — War die Finanzkrise vorhersehbar? Seit Monaten beherrscht die Weltwirtschaftskrise die Schlagzeilen. Vieles deutet darauf hin, dass die Akteure an den int. Finanzmärkten sich des Risikos eines gewaltigen Finanzcrashs bewusst waren. Wer sind die Verantwortlichen? Haben Spekulanten die Krise kommen sehen und bewusst in Kauf genommen? Für verbranntes Geld recherchierte Kersten Schüßler, wer die Drahtzieher und Verantwortlichen des globalen Desasters sind.
Was kostet die Sonne?
3sat 2009, von Jörg Schmidt, 30 min. — Deutschland zählt im Bereich der Solartechnik zur Weltspitze, tausende neuer Jobs sind entstanden, und deutsche Wissenschaftler machen mit ständig neuen Weltrekorden bei den Wirkungsgraden von sich reden. Aber es gibt auch kritische Töne: Die deutschen Stromkunden haben die Solarzellenhersteller bis Sommer 2008 mit mehr als 20 Milliarden Euro subventioniert.
Wem gehört das Meer? Wettlauf um die letzten Rohstoffe
WDR 2009 (Längengrad Filmproduktion), von Sarah Zierul, 45 min. — Wer wissen will, warum ein Oktopus namens „Dumbo“ gefährlich lebt, französische Meeresforscher aus der Arbeit nicht mehr rauskommen, die US-Navy vor der Westküste Afrikas aufrüstet und Beamte der Bundesanstalt für Rohstoffe auf dem Meeresboden des Pazifiks nach den Erzminen der Zukunft suchen – der sollte diese aufwendig hergestellte Dokumentation anschauen. Ein Film, der vor Neuseeland, Angola und in Deutschland gedreht wurde, mit ebenso beeindruckenden wie erschreckenden Bildern aus der Tiefsee.
Wettlauf um die Rohstoffe
ARTE/SWR 2008 — Teil 1: Kalter Krieg am Nordpol, von Alexander Stenzel u. Nicole Florié, 45 min. — Die Anrainerstaaten im Kampf um Rohstoffe. Makaber: Die klimabedingte Eisschmelze erleichert den Abbau vermuteter Gas- u. Ölvorkommen in der Arktis. — Teil 2: China im Kongo, von Wiltrud Kremer, 30 min. — Afrika ist reich an Rohstoffen. Doch die Bevölkerung profitiert kaum von den enormen Kupfer-, Gold- und Coltan-Vorkommen. Die Erlöse fließen oft nur in die Kassen staatlicher und territorialer Machthaber.
Zaubersieb für Wasserstoff-Moleküle
GKSS 2008, 10 min. — Das Öl wird knapp und Benzin wird immer teurer. Eine Möglichkeit, den CO2-Ausstoß von Kraftfahrzeugen zu senken, ist der Wasserstoff-Antrieb. Die GKSS hat zur Erzeugung von Wasserstoff das „Zaubersieb“ entwickelt.






