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SCALA Programmkino Lüneburg

Ab 24. August: WESTERN – ein „spannendes und atmosphärisch dichtes Werk über eine kleine Gemeinschaft, die vom Rest der Welt isoliert scheint“ (zeit.de)

Informationen zum Film

Amelie rennt

Amelie renntDeutschland/Italien 2017 – Regie: Tobias Wiemann – 97 min – FSK: ab 6 – mit: Mia Kasalo, Samuel Girardi, Susanne Bormann – Prädikat: besonders wertvoll

Amelie ist 13, eine waschechte Großstadtgöre und womöglich das sturste Mädchen in ganz Berlin. Amelie lässt sich von niemanden etwas sagen, schon gar nicht von ihren Eltern, die sie nach einem lebensbedrohlichen Asthmaanfall in eine spezielle Klinik nach Südtirol verfrachten. Genau das, was Amelie nicht will. Anstatt sich helfen zu lassen, reißt sie aus. Sie flüchtet dorthin, wo sie garantiert niemand vermutet: bergauf. Mitten in den Alpen trifft sie auf einen geheimnisvollen 15-Jährigen mit dem sonderbaren Namen Bart. Als der ungebetene Begleiter ihr das Leben rettet, stellt Amelie fest, dass Bart viel interessanter ist, als anfangs gedacht. Gemeinsam begeben sich die beiden auf eine abenteuerliche Reise, bei der es um hoffnungsvolle Wunder und echte Freundschaft geht.

  • 67. Internationale Filmfestspiele Berlin (Berlinale) – Generation Kplus (Wettbewerb)
    Lobende Erwähnung durch die Kinderjury Generation Kplus
  • Little big films – 4. Kinderfilmtage Nürnberg
    Auszeichnung: Publikumspreis
  • 57. Int. Filmfest Zlin (Tschechien) (Wettbewerb)
    Auszeichnung: Bester internationaler Langfilm (Goldener Slipper)

Bewertung der Jugend Filmjury: ★★★★★

Jugend Filmjury SiegelJeder Mensch rennt vor etwas weg: Verpflichtungen, Erinnerungen, Gefühlen, Ängsten. Jeder zehnte Mensch ist von Asthma betroffen. So auch das sture Berliner Stadtkind Amelie. AMELIE RENNT, obwohl sie sehr schlecht Luft bekommt. Sie rennt die ganze Zeit aus Angst vor sich selbst und ihrer Verantwortung. Da sie bei einem heftigen Anfall ihre Medikamente ablehnt, wird sie in eine Rehaklinik in den Alpen eingewiesen. Auch dort verweigert sie jede Art von Hilfe und empfindet die Therapie als Zwang. Um dem Drang aller, ihr zu helfen, zu entfliehen und aus Angst, an der Therapie „zu ersticken“, läuft sie weg. Und gerade weil es ihr niemand zutraut, entscheidet sie sich für den schweren Weg bergauf, weil sie beweisen will, dass sie stärker ist als ihre Krankheit. Bei ihrem turbulenten Aufstieg begleitet sie der vorausschauende, freiheitsliebende, naturnahe, sympathische, rotlockige und unabhängige Bergjunge und „Herdenmanager“ Bart, der sie schiebt, trägt, fluchend erträgt und unterstützt. Sie geht trotz ihrer Überzeugung „Berge sind Scheiße“ zum Alpenbrennen, einem Feuer auf dem Berg, welches Krankheiten beim Überspringen lindern soll. In AMELIE RENNT passt alles zusammen. Es wird eine spannende Geschichte erzählt, die romantisch, aber nicht kitschig ist und ein ernstes Thema anschaulich und fröhlich erzählt. Amelie fühlt sich so eingeengt von ihrer Krankheit, dass sie alles und jeden mit Trotz und einer riesigen Bandbreite an Fluchen entgegenkommt, die bisher auch alle abgeschreckt hat, Bart jedoch nicht sonderlich beeindruckt. „Wenn ich fluche, merke ich, dass ich noch atme.“, antwortet Amelie schlagfertig wie immer auf Barts Frage, ob ihr bei der vielen Flucherei nicht die Luft ausginge. Und das tut sie wirklich unheimlich oft: Fluchen. Bart stört das nicht sonderlich, sondern er versucht sich stattdessen bei dem Aufstieg mit ihr in seinen Fluchkünsten zu messen. Bergjunge vs. Stadtgöre. Es entwickelt sich eine einzigartige Freundschaft zwischen den beiden, die auf Gegenseitigkeit beruht und die Unbeschwertheit einer fast schon kindlichen Freundschaft widerspiegelt. Bart trägt Amelie, als sie kaum noch Luft bekommt. Er zeigt ihr, wie man in den Bergen überlebt und der Zuschauer hat das Gefühl, dass er, auch ohne dass Bart und Amelie sich unterhalten, die beiden versteht und mit dabei ist. Denn zwischen den ausschwenkenden Kamerafahrten werden immer wieder Nahaufnahmen von Gesichtern gezeigt. Diese Aufnahmen helfen, die Gefühle zu verstehen und nah dran zu sein, zum Beispiel, wenn Amelie nach Luft ringt. Außerdem passt die Musik immer gut zu Amelies Stimmung. Als sie einen Anfall erleidet, wirkt die Musik dumpf, als würde man den Herzschlag hören, während die Naturszenen eher mit fröhlicher Musik hinterlegt sind. Der Abenteuerfilm mit den großartigen Hauptdarstellern ist gut geeignet für die ganze Familie und Kindern ab 12 Jahren. Ihnen fällt es leichter, Amelie nachzuvollziehen, den Konflikt mit ihren Eltern zu verstehen und ihre Ablehnung, sich der Therapie zu fügen, zu begreifen.

unterhaltsam: ★★★★★
spannend: ★★★★★
fröhlich: ★★★★
humorvoll: ★★★★
musikalisch: ★★★★

Weitere Infos zur Jugend Filmjury: www.jugend-filmjury.com

Trailer

Ab 21. September 2017
Vorpremiere: Mittwoch (20.09.) – 17:00

www.amelierennt-derfilm.de

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