Die Känguru-Chroniken

Die Känguru-Chroniken

Ein Känguru im Kampf gegen Kapitalismus und Unterdrückung … oder so ähnlich!

Die Känguru-Chroniken

Marc-Uwe, ein unterambitionierter Kleinkünstler mit Migräne-Hintergrund, lebt mit einem Känguru zusammen. Doch die ganz normale Kreuzberger WG ist in Gefahr: Ein rechtspopulistischer Immobilienhai bedroht mit einem gigantischen Bauprojekt die Idylle des Kiezes. Das findet das Känguru gar nicht gut. Ach ja! Es ist nämlich Kommunist – das hatte ich vergessen zu erzählen. Jedenfalls entwickelt es einen genialen Plan. Und dann noch einen, weil Marc-Uwe den ersten nicht verstanden hat. Und noch einen dritten, weil der zweite nicht funktioniert hat. Schließlich gipfelt das Ganze in einem großen Anti-Terror-Anschlag und … äh… weiß auch nicht mehr so genau. Jedenfalls ist der Film ziemlich witzig.

Die Känguru-Chroniken Reloaded“ – mit einer neuen zusätzlichen Szene!

Zeiten & Tickets

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15.07.

Bewertung der FBW Jugend Filmjury

Gesamtbewertung:

lustig:
unterhaltsam:
interessant:
politisch:
effektvoll:

In dem auf den gleichnamigen Geschichten basierenden Film Die Känguru Chroniken“ geht es um die Begegnung des Kleinkünstlers Marc-Uwe Kling mit einem sprechenden Känguru, dass sich in sein Leben drängt. Fortan lebt Marc-Uwe mit diesem Känguru in einer WG und merkt erst dann, was das Leben mit diesem Känguru mit sich bringt. In Berlin-Kreuzberg, dem Viertel in dem die Beiden wohnen, plant ein rechtspolitischer Bauunternehmer einen riesigen Hochhaus-Komplex und versucht das Projekt skrupellos durchzusetzen. Die Menschen des Viertels – angeführt vom Känguru – wehren sich gegen das Bauprojekt, den Bauunternehmer und seine rechtsradikalen Handlanger. Der Film wird von den beiden Hauptfiguren dominiert. Das kommunistische Känguru und der anarchistische, etwas lebensuntüchtige Marc-Uwe stehen in einer ungleichen Beziehung zueinander. Das Känguru agiert gegen Regeln und Normen in einer Weise, die sich Marc-Uwe nie getraut hätte zu tun. Durch das Känguru und die Situationen, in die es seinen Mitbewohner hineinzieht, wird Marc-Uwe selbstbewusster und traut sich mehr zu. Der Zuschauer identifiziert sich mit keiner der beiden positiven Hauptfiguren und kann dem Film dadurch aus einer beobachtenden, humorvollen Distanz folgen. Die Dialoge prägen – wie in der Vorlage – den Film. Das Känguru und Marc-Uwe sind selten einer Meinung, wobei Marc-Uwe sich meist dem Känguru geschlagen geben muss. Es ist häufig ein verbaler Schlagabtausch. Diese Kommunikation mit sehr viel Sprachwitz prägt den Film entscheidend. Die Herausforderung dieses spezielle Känguru zu animieren ist sehr gelungen. Es wirkt lebensecht und fügt sich ideal in die reale Kulisse des Kreuzberger Milieus und seiner Bewohner ein. Auf der dramaturgischen Ebene gibt es besonders am Beginn und am Ende des Films Passagen, in denen Marc-Uwe und das Känguru sich über die Filmhandlung stellen und als Erzähler fungieren, die den Film kommentieren. Während des Films wird dies mit Effekten wie Vorspulen“ wieder aufgegriffen. Dieses Verfahren ist insofern ungewöhnlich, da es den Eindruck erwecken soll, das Känguru wäre eine genauso real existierende Person, wie sein Schöpfer Marc-Uwe Kling. Der Film Die Känguru-Chroniken“ ist eine kurzweilige, sehr humorvolle Geschichte, die einen zum Lachen anregt. Als Jugendjury empfehlen wir den Film Menschen ab 12 Jahren, insbesondere Erwachsenen und allen Känguru-Chroniken Fans. Für jüngere Zuschauer ist der Film weniger geeignet, da insbesondere für das Verständnis des politischen Sprachwitzes eine Vorkenntnis über verschiedene politische Ideologien nötig ist.

Website der FBW Jugend Filmjury

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