Europa Passage

Europa Passage

Ein Dokumentarfilm über das Gelingen und das Scheitern und den Preis, den man dafür zahlt.

Regisseur Andrei Schwartz stellt seinen Film persönlich vor!

Europa Passage

Wir alle kennen sie, die Menschen, die vor dem Drogerie‑, Supermarkt oder vor der ­Kirche sitzen und betteln. Meist monatelang jeden Tag am gleichen Ort, bis sie plötzlich wieder weg sind. Aber wer sind diese Menschen, woher kommen sie und wohin verschwinden sie dann wieder? Über einen Zeitraum von fünf Jahren hat Andrei Schwartz eine Gruppe von rumänischen Roma begleitet, die seit Jahren zwischen ihrer Heimat und Hamburg pendeln. Mangels Arbeit in Rumänien verdienen sie den Lebensunterhalt für sich und ihre Kinder in Hamburg mit Betteln. Sie schlafen unter Brücken und in Parks, in ständiger Angst entdeckt und vertrieben zu werden. Für die städtischen Be­hörden gelten sie als freiwillige Obdachlose“, der Zugang zu den Notprogrammen bleibt ihnen sogar im Winter verwehrt. Alle paar Monate fahren sie heim, zurück zu ihren ­Kindern und Verwandten. In eine Heimat, die ihnen seit der Wende weder Arbeits­plätze noch eine Perspektive bietet. Die zwei Hauptprotagonisten Maria und Tirloi sind die einzigen, die es geschafft haben, sich ein Stück Normalität aufzubauen. Sie bilden die ­Brücke zwischen den beiden Welten: Er hat Arbeit, sie geht noch immer betteln. Und sie haben eine Bleibe: Eine kleine Wohnung in einem Gemeindehaus, wo sie nach Feierabend zanken und Pläne schmieden. Vielleicht ein Anfang, auch für ihre Enkelin Ioana, die inzwischen die Schule besucht. Die 13-Jährige ist die erste in der Familie, die lesen und schreiben kann.

Europa Passage

Zeiten & Tickets

Di
27.09.