Milla meets Moses

Milla meets Moses

Die ganz und gar unkonventionelle Liebesgeschichte erzählt angenehm unsentimental von widersprüchlichen Gefühlen, Todesangst und überschäumender Lebenslust. Ein wagemutiger Film, der Tragik und Komik auf ungeschönte, rührende Art vereint.

Milla meets Moses

Milla trifft Moses. Vielmehr wird sie bei der ersten Begegnung buchstäblich von ihm umgehauen. Obwohl Moses sich als Herumtreiber und Gelegenheitsdealer entpuppt, nimmt sie ihn mit zu sich nach Hause, um ihn ihren Eltern vorzustellen. Anna und Henry – eine ehemalige Konzertpianistin und ein ziemlich entspannter Psychiater – sind alles andere als begeistert von Millas neuem Freund. Doch Millas Lebensfreude und ihre Sehnsucht, die Liebe und die Welt zu entdecken, stellen die Familie auf den Kopf. Als die Eltern merken, dass Moses ihrer kranken Tochter sichtlich guttut, nehmen sie ihn trotz ihrer Bedenken bei sich auf – und werden dabei mit ihren eigenen Schwächen konfrontiert.

Eine ganz und gar unkonventionelle Liebesgeschichte: Die ebenso berührende wie eigenwillige Coming-of-Age-Tragikomödie Milla meets Moses erzählt angenehm unsentimental von widersprüchlichen Gefühlen, Todesangst und überschäumender Lebenslust. Ein wagemutiger Film, der Tragik und Komik auf ungeschönte, rührende Art vereint. Ein höchst bewegendes Drama.
programmkino.de

ab 8. Oktober im Programm.

Auszeichnungen

Venedig 2019
— Marcello-Mastroianni-Preis „Bester Nachwuchsdarsteller”: Toby Wallace

Bewertung der FBW Jugend Filmjury

Gesamtbewertung:

lebendig:
liebevoll:
berührend:
gefühlvoll:
poetisch:

Als der Teilzeit-Drogendealer Moses ruckartig in dem Leben der krebskranken Milla auftaucht, weckt er ihren Kampfgeist und wirft sie aus ihrem Alltag, was sie aber nicht davon abhält, sich in ihn zu verlieben. Eine ungewöhnliche Liebe könnte man meinen, angesichts ihres Altersunterschieds und ihrer Lebensumstände. Die überforderten Eltern von Milla wissen nicht, was sie von Moses halten und wie sie mit ihm umgehen sollen. MILLA MEETS MOSES – so genial, aber gleichzeitig simpel wie der Titel klingt, er beschreibt den Moment, der diesen lebhaften und zugleich tiefsinnig melancholischen Film einleitet, ziemlich gut. Im Kern geht es um genau das: Das aus der Bahn gebracht werden“, bei dem der Zuschauer mit liebt, lacht und leidet. Selten in einem Film fühlt man sich so nah am Leben. In Kombination mit all dem Schmerz und all der Freude ist dieser Film fast eine Definition von Schönheit. MILLA MEETS MOSES verbindet so viel mehr, als der unoriginell wirkende Trailer verspricht. Liebe, Tod, Verbundenheit, Durchhaltevermögen, Verzweiflung – alle diese Themen werden nicht nur geschickt miteinander verwoben, sondern ausführlich und poetisch behandelt. Der Film baut auf dem Zusammenspiel des großartigen Ensembles und dem in die Szenen eingewobenen Soundtrack auf. Die Musik prägt die Stimmungen, die einen zu Tränen rühren und schafft es sogar, Stille als Instrument zu verwenden. Der Ton wird kombiniert mit einem natürlichen, präzisen Schnitt, der die in Kapitel erzählten und höchst ästhetisch gefilmten Bilder passend einteilt. Beeindruckend nah wird Millas Geschichte dokumentiert, wobei ihre intensive Entwicklung von der zurückgezogenen Einzelgängerin zu einer Person, die im Moment lebt, niemanden unberührt lässt. Jede Figur hat ihre eigene, zum großen Ganzen beitragende Nebengeschichte, die in die Tiefe geht und den Film bereichert, wobei der Zusammenstoß der unterschiedlichen Realitäten“ effektiv gezeigt wird. Keine Sekunde in diesem zweistündigen Debütfilm fühlt sich zu lang an, was aber nur ein Grund ist, warum wir MILLA MEETS MOSES für jeden ab 14 Jahren empfehlen. Wer sich diesen grandiosen Film nicht anschaut, ist selbst schuld.

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