Narziss und Goldmund

Narziss und Goldmund

Oscarpreisträger Stefan Ruzowitzky (DIE FÄLSCHER) verfilmte die gleichnamige Erzählung von Hermann Hesse.

Narziss und Goldmund

Der junge Goldmund wird von seinem Vater zum Studium ins Kloster Mariabronn geschickt und trifft dort auf den frommen Klosterschüler Narziss. Narziss hat sich dem asketischen und von strengen Regeln geprägten Leben im Kloster mit Herz und Seele verschrieben und zunächst versucht Goldmund, es ihm nachzutun. Zwischen den beiden entwickelt sich schon bald eine innige Freundschaft, aber der ungestüme und lebenslustige Goldmund erkennt bald, dass die Lebensperspektive, die ihm das Kloster bietet, nicht mit seinen Vorstellungen von Freiheit übereinstimmt und begibt sich, bestärkt von Narziss, auf eine Reise voller Abenteuer, bei der er schließlich auch seine große Liebe Lene kennenlernt. Doch Jahre später treffen sich Narziss und Goldmund unter dramatischen Umständen wieder…

In dieser Spielfilm-Interpretation von Hermann Hesses Narziss und Goldmund“ prallt eine warmherzige Männerfreundschaft auf ein dreckig-ungeschöntes Umfeld. Genau dieser inszenatorische Kontrast macht Stefan Ruzowitzkys Arbeit so reizvoll.
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Zeiten & Tickets

Sa
11.07.
So
12.07.

Bewertung der FBW Jugend Filmjury

Gesamtbewertung:

historisch:
dramatisch:
realitätsnah:
berührend:
spannend:

Die Tragödie NARZISS UND GOLDMUND erzählt die Geschichte von zwei Jungen, die sich im Mittelalter in einem Kloster kennenlernen. Zwischen ihnen entwickelt sich eine tiefe Freundschaft, die eine abrupte Wendung erfährt, als Goldmund nach einigen Jahren aufbricht, um seinen Lebenssinn zu finden. Auf seiner Reise erlebt er viel mehr, als in ein Leben passt. Viel Schönes, aber auch viel Leid. Goldmund genießt das freie Leben, auch wenn es im Winter hart ist. Mit seiner sanften, jungenhaften Art macht er viele Frauenbekanntschaften. Er lernt bei einem Holzschnitzer die Kunst, Figuren zu formen, und wird darin ein Meister. Durch die Ausbreitung der Pest sieht und erlebt er viel Schreckliches. Narziss bleibt im Kloster und wird Abt. Nach vielen Jahren sehen sich die beiden eines Tages zufällig wieder. Kann ihre Freundschaft weiter bestehen, obwohl sie sich viele Jahre nicht gesehen haben und in dieser Zeit in völlig verschieden Welten gelebt haben? Wir geben dem Film 4,5 Sterne, da er eine berührende, dramatische und traurige Geschichte auf eine hervorragende Weise erzählt. Die Musik unterstützt die sehr intensiven Gefühle und die überzeugend spielenden Darsteller*innen mit passenden Stimmungen. Das Bilddesign, die sehr gute Maske, die Kostüme sowie die gesamte Ausstattung sorgen für eine glaubhafte, mittelalterliche Atmosphäre. Dafür sorgen auch die gut gewählten Drehorte, die Dramaturgie und die hervorragende Kamera. Die beiden gut gecasteten Hauptdarsteller agieren sehr überzeugend. In ihren Gesichtern sind die Gefühle gut ablesbar. Wir empfehlen den Film ab 14 Jahren, weil die Handlung sehr verstrickt sowie teilweise schwer zu verstehen ist und einige Szenen nicht für Jüngere geeignet sind.

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