Niemals Selten Manchmal Immer

Niemals Selten Manchmal Immer

Ein intimes und inniges Porträt zweier starker junger Frauen und ihr Kampf um Selbstbestimmung – nah dran, realistisch, leise erzählt.

Niemals Selten Manchmal Immer

Die 17-jährige Autumn arbeitet im ländlichen Pennsylvania als Supermarkt-Kassiererin, ihr Leben verläuft in wenig überraschenden Bahnen. Als sie bemerkt, dass sie ungewollt schwanger geworden ist, kann Autumn nicht mit der Unterstützung ihrer Eltern rechnen. Gemeinsam mit ihrer Cousine Skyler kratzt sie ein wenig Geld zusammen und die beiden machen sich im Bus auf den Weg nach New York. Im Gepäck haben sie nur die Adresse einer Klinik – und sonst keinen Plan. Der Beginn einer nervenaufreibenden Reise, getragen von Freundschaft, Mut und Mitgefühl.

Niemals Selten Manchmal Immer

NIEMALS SELTEN MANCHMAL IMMER von Regisseurin und Drehbuchautorin Eliza Hittman (BEACH RATS) zeichnet ein intimes und inniges Porträt zweier Teenager-Mädchen. In einem minimalistischen Stil auf 16 mm von Kamerafrau Hélène Louvart (Glücklich wie Lazzaro) gefilmt zeigt Eliza Hittman, wie Autumn die Entscheidungshoheit über ihren Körper und ihre Seele zurückgewinnen will.

Selten hat man einen empathischeren Film gesehen – Eliza Hittman lässt ihren jungen Stars jede Menge Raum, um aus ihren Rollen Menschen aus Fleisch und Blut zu formen, während die Regisseurin selbst mit einem geradezu unerhörten Maß an Einfühlungsvermögen vom Schicksal einer ungewollt schwangeren Teenagerin erzählt. Keine Überspitzungen, keine Verharmlosungen, kein forcierter Moment – und gerade deshalb ein so ungemein kraftvoller Film.
filmstarts.de

Zeiten & Tickets

Do
01.10.
Fr
02.10.
Sa
03.10.
So
04.10.
Mo
05.10.
Di
06.10.
Mi
07.10.

Wir zeigen den Film auch auf englisch mit deutschen Untertiteln!

Niemals Selten Manchmal Immer (OmU)

So
04.10.

Auszeichnungen

Berlinale 2020
— Silberner Bär: Großer Preis der Jury
Filmkunstmesse 2020
— Gilde-Filmpreis Bester Film international

Bewertung der FBW Jugend Filmjury

Gesamtbewertung:

dramatisch:
interessant:
berührend:
realistisch:
relevant:

Das US-amerikanische Drama NIEMALS SELTEN MANCHMAL IMMER zeigt einen kurzen Ausschnitt aus dem Leben der 17-jährige Autumn, die ungewollt schwanger ist und abtreiben will. Sie verheimlicht dies vor ihren Eltern, ohne deren Erlaubnis jedoch eine Abtreibung in ihrer Heimat Pennsylvania nicht möglich ist. Nur Autumns Cousine Skylar entdeckt ihr Geheimnis und gemeinsam reisen die Mädchen nach New York, um dort die Abtreibung vornehmen zu lassen. Die Reise dehnt sich länger aus als erwartet und die Mädchen müssen sich einige Tage im winterlichen New York ohne Geld durchschlagen. Der Film setzt auf eine starke Bildsprache und führt den Zuschauer auf diese Weise nah an die Hauptfiguren heran. Die Kamera begleitet die Mädchen dynamisch durch das nächtliche New York und transportiert ihre Emotionen durch zahlreiche Nah- und Detailaufnahmen. Mit einer langsamen Schnittfolge und einer ruhigen Tongestaltung, die auch stillen Momenten Raum gibt, wird eine harmonische Atmosphäre geschaffen. Die Schauspielerinnen verkörpern ihre Rollen glaubhaft und realistisch. So bleibt der Zuschauer nah an der Gefühlswelt der Mädchen und erlebt das Geschehen aus ihrer Perspektive. Zentrale innere Entwicklungen werden in einigen Passagen durch symbolische Handlungen, wie etwa der Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes, dargestellt. Der Handlungsverlauf ist immer chronologisch ange-ordnet. In einer Reduzierung verkürzt er jedoch die erzählte Zeit, in-dem er sich auf die wesentlichen Momente konzentriert. Zentrales Thema des Films ist der Umgang mit einer ungewollten Schwanger-schaft, der Entscheidung und den Konsequenzen, die damit zu treffen sind. Der Film nimmt dabei keine direkte Position ein, sondern betont, dass es wichtig ist, dass die junge Frau selbst die Entscheidung trifft. Er dokumentiert ein Einzelschicksal, lässt aber auch Raum für eigene Überlegungen und deutet dabei manches an. So bleibt der Vater des Kindes völlig unbekannt, wodurch verstärkt wird, dass die Entscheidung von ihr getroffen werden muss. Der Film spricht eher eine weibliche Zielgruppe an sowie Zuschauer, die sich anhand eines berührenden Beispiels mit dem Thema befassen wollen. Wir empfehlen den Film einem Publikum ab 14 Jahren.

Website der FBW Jugend Filmjury

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