Sonne

Sonne

Regisseurin Kurdwin Ayub hat in SONNE den Finger am Puls der Zeit und den Fuß auf dem Gaspedal: Ihr wildes, energisches Gen-Z-Porträt ist eine kluge Abrechnung mit medialer Meinungskultur. Ein kraftvoller, entlarvender und empathischer Film.

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Ein normaler Nachmittag unter besten Freundinnen: Yesmin, Nati und Bella legen Losing My Religion“ von REM auf und schmeißen sich in eine sexy Tik-Tok-Pose – gehüllt in die Hijabs von Yesmins strenggläubiger Mutter. Das Video davon geht viral und wird zum Hit. Im Social-Media-Meinungsuniversum bricht die Hölle los. Gezielt-geglückte Provokation oder religiöser Affront? Für die drei Mädchen folgt ein schneller Ruhm – und Yesmins Vater erweist sich als findiger Agent, der ihnen Auftritte als religiöses A‑Capella-Trio auf kurdischen Familienfesten vermittelt. Nati und Bella stehen voll auf ihr neues Image als gläubige Sternchen im Scheinwerferlicht. Nur Yesmin, die einzige überzeugte Muslima, kann mit den öffentlichen Identitätsspielen wenig anfangen. Ihre plötzliche Präsenz in den Sozialen Medien erfordert eben auch, sich vor Fremden dafür zu rechtfertigen, wie man seine Religion auslebt. Nati und Bella sehen das alles naturgemäß nicht so eng, doch bei Yesmin hinterlassen die Reaktionen auf ihr Video Spuren: Wann ist Religion Privatsache und wie wichtig ist ihr das Kopftuch wirklich? Die Freundschaft der drei Mädchen, aber auch der eigene Haussegen stehen auf der Kippe.

Zeiten & Tickets

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Auszeichnungen

Berlinale 2022
— GWFF Preis Bester Erstlingsfilm