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SCALA Programmkino | Apothekenstraße 17 | 21335 Lüneburg | Karten-Telefon: (0 41 31) 224 32 24

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SCALA Programmkino Lüneburg

Goldener Löwe in Venedig und 13 Oscar-Nominierungen für Guillermo del Toros märchenhafte Geschichte SHAPE OF WATER – ab 15. Februar

Programm in der Übersicht

Aktuelle Kinowoche:
15.02. – 21.02.2018

Kino macht Schule!

Mit der Schulklasse in die SCALA

Ob als filmkulturelle Veranstaltung, als Ergänzung zu aktuellen Unterrichtsthemen oder als Freizeitalternative mit Ihrer Schulklasse: Im SCALA Programmkino sind Sie und Ihre Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen und Jahrgänge herzlich willkommen! Sie können jeden Film aus dem laufenden Programm für Schulveranstaltungen buchen – fragen Sie uns auch gerne nach passenden Filmen für Ihr aktuelles Thema im Unterricht.

Anmeldung per Online-Formular
Kontakt: info@scala-kino.net oder Tel. (04131) 224 32 22

Aktuelle Filmtipps von Vision Kino

Call me by your Name

Call me by your Name» Das historische Setting und der Aufruf der Antike durch die Arbeit des Professors (und einen kleinen, unauffälligen Verweis in den Lyrics zu „Mystery of Love“) laden dazu ein, sich mit der Geschichte der Homosexualität zu beschäftigen, mit kulturellen und historischen Unterschieden im gesellschaftlichen Umgang mit gleichgeschlechtlichem Begehren. Zumindest eine kursorische Beschäftigung mit der jüngsten Geschichte ist schon deswegen empfehlenswert, weil der zeitgeschichtliche Kontext die Ausformung der Liebesgeschichte zwischen Elio und Oliver prägt, weil er ihr Verhalten verständlicher macht und die Unterstützung von Elios Eltern noch ergreifender wirken lässt. Zugleich lässt sich wunderbar über die „universelle Seite“ von Elios Situation diskutieren, denn seine relative Unbeholfenheit darin, seine Gefühle zu überspielen oder ohne Provokation zum Ausdruck zu bringen, seine Schwierigkeit damit, mit Eifersucht umzugehen, sein Sehnen und seine Nervosität, die Gleichzeitigkeit widerstreitender Impulse und Verhaltensweisen sind ja nicht geschlechtlich fixiert. Hier könnte man auch einen Vergleich zu anderen Filmen vornehmen, die das Erwachen der Sexualität thematisieren. Wenn Professor Perlman und Oliver während des Katalogisierens von Fotografien hellenistischer Skulpturen über deren Sinnlichkeit sprechen, fordert der Film aber auch geradezu dazu auf, ihn im Unterricht nicht nur als thematischen Stichwortgeber zu behandeln, sondern ästhetisch zu begreifen, seine eigene Sinnlichkeit in den Blick zu nehmen. Hier sind vielfältige künstlerische Annäherungsformen denkbar, etwa durch Filmstills inspirierte Zeichnungen verschiedener Körperposen, Fotografien, die die Stimmung eines Raumes oder einer Jahreszeit einfangen sollen, kurze Videos, die keine Handlung sondern einen Raum „erzählen“, bei denen vielleicht die Kombination mit einem ungewöhnlichen Musikstück eine besondere Stimmung erzeugt, Dialoge, die sich um etwas Ungesagtes drehen, in Vieldeutigkeit verharren. Zur Beschäftigung mit der Erzählweise des Films regt auch ein kurzer Videoclip an, der für die Reihe „Anatomy of a Scene“ der New York Times erstellt wurde. Regisseur Luca Guadagnino bespricht darin eine Szene, die einen Wendepunkt in der Beziehung von Elio und Oliver darstellt und zugleich ihren bisherigen „Tanz des Begehrens“ räumlich zum Ausdruck bringt, ihr Umrunden eines offensichtlichen, aber unausgesprochenen Themas in vorsichtiger Distanz. Last but not least ist auch ein Vergleich mit André Acimans gleichnamiger Romanvorlage denkbar, wobei es für Lehrkräfte möglicherweise wichtig zu wissen ist, dass der Roman stellenweise deutlich expliziter ausfällt als der Film – und dass es letztlich auch ein wenig schade ist (das findet zumindest die Autorin des vorliegenden Textes), wenn die wunderbare visuelle Mehrdeutigkeit durch die Stimme des Ich-Erzählers und dessen Deutung des Geschehens und seiner Gefühle verengt wird. «


Der junge Karl Marx

Der junge Karl Marx» Den zeitlichen Rahmen des Films bildet der „Vormärz“ des Revolutionsjahrs 1848. Somit stehen noch nicht die komplexen ökonomischen Theorien des späten Marx im Vordergrund, etwa von Mehrwert und fallender Profitrate, sondern seine Antworten auf die „soziale Frage“ des 19. Jahrhunderts. Wirkmächtige Begriffe wie Bourgeoisie, Proletariat und Klassenkampf können im Politik-, Geschichte- und Philosophieunterricht besprochen werden. Daneben sollte aber auch herausgearbeitet werden, wie sich Marx rein idealistischen („junghegelianischen“) Ideen von Gerechtigkeit widersetzt und Theorie mit Praxis zu verbinden sucht. Die geschichtlichen Folgen des doktrinären Marxismus können dabei nicht außer Acht gelassen werden. Der Film lädt jedoch dazu ein, seine Grundlagen neu zu überdenken und Marx’ Aktualität in Zeiten globaler Konflikte, Finanzkrisen und Freiheitskämpfe zu diskutieren. «


Die dunkelste Stunde

Die dunkelste Stunde» Die Geschichte spielt in der Mitte des vorigen Jahrhunderts und liefert doch auch viele Bezüge zur Gegenwart. Neben der Auseinandersetzung mit dem zweiten Weltkrieg und seinen Folgen kann verglichen werden, wie man damals der Nazidiktatur begegnete und wie die internationale Staatengemeinschaft oder die Regierungen von England oder Deutschland heute mit Tyrannen und diktatorischen Regimes umgehen. Welche Möglichkeiten des zivilen Widerstands gibt es heute? Sind Friedensverträge mit Despoten gefährlich, weil man ihnen nicht trauen kann? Welchen Wert hatten und haben Selbstbewusstsein, die Fähigkeit eigene Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen. Anhand der Reden Winston Churchills kann untersucht werden, wie mit Worten die Stimmung der Bevölkerung beeinflusst werden kann. Basierend auf dem Film kann zudem die politische Entwicklung Großbritanniens behandelt werden. «


Die kleine Hexe

Die kleine Hexe» Die Filmemacher haben sich um Werktreue bemüht, mussten aber bei der Verfilmung manche Figuren des Buchs streichen oder verändern. Im Unterricht bietet es sich an, die Unterschiede zwischen Film und Buch zu ermitteln und die Motive dafür zu suchen. Die kleine Hexe wird von den älteren Hexen auf dem Blocksberg mehrfach ausgegrenzt. Dies bietet Ansatzpunkte, um Parallelen mit heutigen Formen der Diskriminierung und des Mobbings zu ziehen. Während in klassischen Märchen wie "Hänsel und Gretel" oft kluge Kinder böse Hexen besiegen, übernimmt hier eine junge Hexe diese Aufgabe. Welchen Folgen hat dieser Rollentausch? Indem die Heldin den Holzsammlerinnen im Wald und dem Papierblumenmädchen auf dem Markt per Zauberkraft hilft, lernt sie, dass es eine Hexe glücklich machen kann, Gutes zu tun. Doch ist sie so in den Augen der anderen Hexen eine gute Hexe? Damit gibt der Film wichtige Anstöße für Diskussionen über die verschiedenen Bedeutungsebenen des Wortes "gut". «


Loving Vincent

Loving Vincent» Im Kunstunterricht können der Impressionismus als Kunstepoche und van Goghs Biografie sowie seine spezielle Maltechnik thematisiert werden. Es bietet sich ein Vergleich von van Goghs Gemälden und dem filmischen Bildmaterial an: welche Änderungen wurden vorgenommen? Schülerinnen und Schüler können selbst einen Animationsfilm, im simpelsten Fall ein Daumenkino, erarbeiten, für das ein Gemälde oder ein eigenes Bild als Vorlage dienen: In den folgenden Bildern, die sie selbst herstellen, müssen immer wieder kleine Details verändert werden, damit Bewegung entstehen kann. Dabei können die Schülerinnen und Schüler die filmische Umsetzung genauer unter die Lupe nehmen: Wie kommt Bewegung in die statischen Motive? Wie kommen Farbänderungen zustande? Die Verknüpfung von van Goghs Biografie mit der Suche nach dem wahren Grund für dessen Tod ermöglicht ferner eine Analyse der genretypischen Merkmale von Detektiv- und Kriminalfilmen. «


Shape of Water – Das Flüstern des Wassers

Shape of Water – Das Flüstern des Wassers» Auch wenn die Annäherung zwischen Elisa und der Amphibienkreatur im Mittelpunkt steht, gelingt es dem Film, ein Gefühl für die Spannungen während des Kalten Krieges zu etablieren. Genau hier bietet sich eine Analyse an, die etwa nach den gegenseitigen Manipulationsstrategien der Großmächte fragt. Da „Shape of Water – Das Flüstern des Wassers“ als berührende Außenseiterstudie angelegt ist, kann sich eine Auseinandersetzung mit der facettenreichen Zeichnung der Protagonisten – vor allem Elisas und Giles‘ – als äußerst fruchtbar erweisen. Des Weiteren ließe sich über die Angst vor dem Fremden diskutieren, die leider allzu oft Zerstörung und Leid mit sich bringt. Anknüpfungspunkte bietet del Toros Fantasy-Drama auch durch seine filmhistorischen Bezüge, die besonders in der Figur des Wasserwesens aufscheinen, das nicht zufällig dem Monster aus „Der Schrecken vom Amazonas“ ähnelt. «


The Square

The Square» Die im Film beschriebene Kluft zwischen Arm und Reich bietet sich als Ausgangspunkt für eine Diskussion über das wachsende Auseinanderdriften der unterschiedlichen Schichten an. Spannend ist mit Blick auf das Umfeld, in dem sich Christian bewegt, auch die Frage, inwiefern die moderne Kunst Missstände glaubhaft anprangern kann. Helfen Ausstellungen wie „The Square“, die Menschen aufzurütteln? Oder kommt hier eher eine Abgehobenheit der elitären Klasse zum Ausdruck? Grundsätzlich regt die Satire dazu an, über die Diskrepanz zwischen guten Absichten und praktischer Umsetzung zu debattieren. Immerhin gibt sich die Hauptfigur betont humanistisch und tolerant, schleppt aber ebenso Vorurteile mit sich herum. Erörtern ließe sich des Weiteren die heute oft aggressive mediale Aufmerksamkeitserregung, die „The Square“ anhand einer absurd-grenzüberschreitenden Werbekampagne durchdekliniert. «


Three Billboards outside Ebbing, Missouri

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri» McDonaghs schwarzhumoriges Krimidrama, das trotz mancher Überzeichnungen immer wieder ehrlich berührende Momente zu bieten hat, könnte eine Diskussion über die Auswirkungen von Gewaltverbrechen anstoßen. Ein besonderes Augenmerk ließe sich in diesem Zusammenhang auf die Fragen legen, wie schwer eine fehlende Aufklärung Angehörige belastet und wie sehr dadurch das Vertrauen in die Polizei und in das Rechtssystem verloren geht. Daran anknüpfend wäre eine kritische Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Selbstjustiz sinnvoll, das „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ konkret aufgreift. Gesprächsstoff liefert nicht zuletzt die Darstellung des provinziellen Kleinstadtkosmos, der in seiner satirischen Überhöhung gesellschaftlich hochbrisante Themen anschneidet. Etwa den alltäglichen Rassismus und die willkürliche Polizeigewalt gegen Afroamerikaner, die in den letzten Jahren leider immer wieder für Schlagzeilen sorgte. «


Allgemeine Informationen

Wir bieten Ihnen als Gruppe zu besonderen Konditionen auch alle Filme aus dem laufenden SCALA-Programm als Vorstellung am Vormittag nach Absprache an. Der normale Schulkino-Eintrittspreis beträgt dabei 4,50 Euro pro Person (+0,50 Euro bei Überlänge). Pro Schulklasse hat eine Lehrkraft jeweils freien Eintritt.

Sie haben besondere Wünsche, was die Filmauswahl angeht? Sie behandeln in der Schule ein Thema, das im laufenen Programm gerade nicht aktuell berücksichtigt ist? Sprechen Sie uns an – wir sind sicher, für Sie den richtigen Film (und oftmals auch begleitendes Unterrichtsmaterial) für Sie zu finden.

Kontakt, Information und Anmeldung
Anmeldung per Online-Formular

SCALA Programmkino
Tel. (0 41 31) 224 32 22
Fax (0 41 31) 224 32 28
E-Mail: info@scala-kino.net
Kontaktformular

Schulkino im SCALA Programmkino in Zusammenarbeit mit:

Vision Kino       Film & Medienbüro Niedersachsen

Foto: photocase.com © giddy


— Mit einem Kinoprogrammpreis der Bundesregierung (BKM) als eines der besten zehn Programmkinos in Deutschland ausgezeichnet! —