Als wäre es leicht

Als wäre es leicht

Der Debüt‑Spielfilm des Hamburger Regisseurs Milan Skrobanek erzählt einfühlsam von der Schönheit und Verletzlichkeit einer Beziehung, die größer ist als die Umstände.

ALS WÄRE ES LEICHT hat durchgehend Untertitel für Gehörlose und Schwerhörige (SDH). Die Hörfilmfassung (AD) ist über die Greta App verfügbar und kann bereits im Vorfeld heruntergeladen werden (www.gretaundstarks.de).

Als wäre es leicht

Kati ist gehörlos, Florian ist blind. Er ist Stadionkommentator beim FC St. Pauli, sie entdeckt die Welt durch ihre Kamera. Als sie sich im Dialoghaus Hamburg begegnen, entsteht eine eigene Sprache – jenseits von Worten und Gesten, getragen von Nähe und Mut. Doch ihre unterschiedlichen Lebenswelten und die Erwartungen von Familie und Umfeld stellen die Beziehung immer wieder auf die Probe. Ihre Liebe wirkt für Außenstehende kaum möglich und entfaltet gerade deshalb eine besondere Kraft.

Als wäre es leicht

Der Film ist die erste deutsche Spielfilmproduktion, die in den Hauptrollen Menschen zeigt, die im wirklichen Leben gehörlos (Cindy Klink) bzw. blind (David Knors) sind. Er zeigt, wie Nähe dort entstehen kann, wo andere nur Grenzen sehen. Und er macht spürbar, dass Liebe nicht in Worten oder Blicken wohnt, sondern in dem Versuch, sich dem anderen immer wieder neu zuzuwenden.

Zeiten & Tickets

Mo
13.04.
14:30
Di
14.04.
Mi
15.04.
Do
16.04.
So
19.04.
Mo
20.04.
Di
21.04.
Mi
22.04.

Bewertung der FBW-Jugend Filmjury

Gesamtbewertung:

barrierefrei:
lehrreich:
gefühlvoll:
realistisch:
interessant:

Florian ist blind und Kati ist gehörlos. Nachdem sie sich in einem inklusiven Begegnungszentrum für hör- und sehbeeinträchtigte Menschen in Hamburg kennenlernen, entwickelt sich eine Beziehung zwischen den beiden, die eine besondere neue Art der Kommunikation erfordert. Im Laufe der Zeit lernen sie sich miteinander immer besser zu verständigen und erfahren, welche Herausforderungen die jeweilige Lebensrealität des anderen mit sich bringt.

Der Film erzählt episodisch passend zu den Jahreszeiten diese herausfordernde Liebe und zeigt die Höhen und Tiefen, mit denen Florian und Kati lernen müssen, umzugehen. Dabei haben beide auch schwierige persönliche Vorgeschichten: Kati muss sich mit ihrer Beeinträchtigung gegen die Bevormundung ihrer Mutter behaupten, während Florian nach einer schwierigen Vater-Sohn-Beziehung ein neues Verhältnis zu seinem Bruder finden muss.

Sehr besonders ist bei diesem Film, dass die Darsteller:innen dieselben Beeinträchtigungen haben wie die von ihnen verkörperten Figuren. So wirken die Charaktere sehr authentisch und glaubwürdig. Das Publikum erhält auf diese Weise detaillierte Einblicke in diese vielleicht unbekannte Lebensweise oder findet eigene Erfahrungen darin widergespiegelt.

Der Film überzeugt mit seiner visuellen Erzählweise, umgesetzt mit vielfältigen Kameraeinstellungen und einem interessanten Schnitt. Auf der auditiven Ebene gibt es viele Akzentsetzungen, sei es über dramaturgisch eingesetzte Off-Musik, isoliert herausgearbeitete Geräusche im On und besonders auch in Tonmischungen bei einzelnen Szenen, die die akustische Wahrnehmung von Kati wiedergeben.

Wir empfehlen diesen Film allen Menschen ab 12 Jahren. Er ist für eine große Zielgruppe generationsübergreifend gleichermaßen interessant. Die barrierefreie Fassung des Films (Untertitel für Hörgeschädigte und Audiodeskription für Sehbeeinträchtigte) ermöglicht dieses besondere Filmerlebnis für ein breites Publikum.

zur Begründung der FBW-Jugend Filmjury