SCALA Programmkino | Apothekenstr. 17 | 21335 Lüneburg | Telefon: (0 41 31) 224 32 24

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SCALA Programmkino Lüneburg

Ab 4. April im SCALA Programmkino: Monsieur Claude, seine Töchter und die Schwiegersöhne kehren zurück!

Programm in der Übersicht

Aktuelle Kinowoche:
25.04. – 01.05.2019

Kino macht Schule!

Mit der Schulklasse in die SCALA

Ob als filmkulturelle Veranstaltung, als Ergänzung zu aktuellen Unterrichtsthemen oder als Freizeitalternative mit Ihrer Schulklasse: Im SCALA Programmkino sind Sie und Ihre Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen und Jahrgänge herzlich willkommen! Sie können jeden Film aus dem laufenden Programm für Schulveranstaltungen buchen – fragen Sie uns auch gerne nach passenden Filmen für Ihr aktuelles Thema im Unterricht.

» Anmeldung per Online-Formular
» Kontakt: info@scala-kino.net oder Tel. (04131) 224 32 22

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Aktuelle Filmtipps von Vision Kino

Der Junge muss an die frische Luft

Der Junge muss an die frische Luft» Auch ohne tieferes Wissen um die prominente Hauptfigur lassen sich die wesentlichen Merkmale dieser außergewöhnlichen Biografie entschlüsseln. Die Schülerinnen und Schüler können darlegen, inwieweit Komik auch in ihrem Umfeld der Konfliktbewältigung dient. Im Fall Kerkelings, der 1991 gegen seinen Willen als homosexuell geoutet wurde, beinhaltet diese humoristische Herangehensweise auch das Spiel mit Geschlechterrollen. Die sensible Darstellung im Film ermöglicht eine offene Diskussion des Themas, zum Beispiel über den Unterschied zwischen Performance und Identität. Mittels der Themen Heimat und Dialekt – hier am Beispiel des Ruhrgebiets – können die Jugendlichen erörtern, wie ihre Heimat in der Regel im Film präsentiert wird und was man dadurch über Menschen erfährt. Anhand Hapes unbeirrbarem Willen zur Berühmtheit kann schließlich diskutiert werden, wie sich die medialen Voraussetzungen für eine Promi-Karriere seit damals verändert haben. «


Die Goldfische

Die Goldfische» Der Film bietet verschiedene Ansatzpunkte für eine Diskussion über den Umgang mit Menschen mit Behinderungen und die Erwartungshaltungen, die ihnen gegenüber bestehen. Statt sich den Figuren mit dem Mitleid zu nähern, der viele auch im Alltag befangen macht, befreit sich die Komödie von dem Anspruch der politischen Korrektheit. Die Frage ob über Menschen mit Behinderung gelacht werden darf, wird hier erfrischend bejaht. Die Protagonist*innen werden nicht auf ihre unterschiedlichen Handicaps reduziert, sondern dürfen einige Wünsche, Träume und Eigenarten haben. Die Auseinandersetzung mit bestehenden Vorurteilen findet sich auch in anderen Aspekten wieder. Oliver selber entspricht dem Klischee des leistungsorientierten Bankers, dessen Werte mit denen der enthusiastischen Pflegerin Laura im Konflikt stehen. „Die Goldfische“ ermöglicht so eine Auseinandersetzung mit den Stereotypen und Bewertungsmustern in der inklusiven Gesellschaft. «


Green Book – Eine besondere Freundschaft

Green Book – Eine besondere Freundschaft» Es wird deutlich, dass die gemeinsame Reiseroute für die beiden Protagonisten eine völlig unterschiedliche Qualität hat. Tony Lipp kann sich als Weißer frei bewegen und Lokale aufsuchen. Don Shirley muss besonders im Süden ständig auf der Hut sein und kann auch von der Polizei keine Hilfe erwarten. Die offensichtliche Diskriminierung, insbesondere die würdelose Behandlung des Musikers, wird in vielen Szenen aufgezeigt. Der unterschiedliche Ansatz der beiden Hauptfiguren, mit dieser Diskriminierung umzugehen, sollte thematisiert werden. Gibt es heute in den USA und Deutschland noch Diskriminierung wegen Rasse oder Herkunft? Kann man Parallelen zur aktuellen Behandlung von Flüchtlingen aus einem anderen Kulturkreis ziehen? Darüber hinaus können anhand von „Green Book“ auch die gespielten Musikstücke und ihr Entstehungs- und Aufführungskontext recherchiert werden. Das ermöglicht eine Diskussion der Rolle von Musik als Ausdruck kultureller Unterschiede und Identität stiftendes Moment. «


Gundermann

Gundermann» Anhand der ambivalenten Person Gundermanns wird die Verstrickung eines Menschen in die Aktiviäten der Stasi deutlich. Zwar will er nur "das Gute", der Verantwortung für sein Handelns stellt er sich jedoch erst spät. Der Film gibt authentische Einblicke in die DDR und die Nachwendezeit und bietet viele Anknüpfungspunkte für den Unterricht: Wo beginnen persönliche Schuld und Verantwortung? Was verleiht einem die Gewissheit, auf der "richtigen Seite" zu stehen? Und welche Funktion kann die Kunst in der Gesellschaft haben? Gundermanns Lieder spiegeln die damalige Seelenlage vieler Menschen in der DDR differenziert wider. Sie zeigen einen sehr poetischen Umgang mit der deutschen Sprache. Zudem war Gundermann sich dessen bewusst, dass seine Arbeit im Tagebau die Umwelt zerstört. Gleichzeitig fußte sein künstlerisches Schaffen darauf, denn er entwarf einen Großteil seiner Texte während der monotonen Arbeit auf dem Bagger. Solche und ähnliche Widersprüche zwischen unserer Wirtschaftsweise (und unserem Konsumverhalten) und fortschreitender Umweltzerstörung finden sich überall in unserer Gesellschaft und können im Unterricht aufgegriffen werden. «


Roads

Roads» Zum Einstieg kann „Roads“ in Bezug auf sein Genre eingeordnet und dabei hinterfragt werden, wie das Sich-Fortbewegen auch zu einer inneren Reise und Entwicklung der Protagonisten führt. In diesem Zusammenhang lässt sich diskutieren, welche Rolle die Freundschaft der Jungen dabei spielt und ob Gyllen und William möglicherweise beide „auf der Flucht“ sind. Ihre Reise führt sie durch Südeuropa, wo sie mit verschiedenen Menschen in Kontakt kommen. Welches Bild wird dabei über unsere globalisierte Welt gezeichnet, in der sich in Bezug auf Waren und Informationen die Grenzen auflösen, sie aber auf nationaler Ebene und in Bezug auf Menschen wieder bedeutsamer werden? Die beiden jungen Männer müssen mitunter erfahren, dass man ihnen voreingenommen begegnet, was eine Diskussion zum Thema Vorurteile anregen kann. Als Schlüsselszene kann der Moment herangezogen werden, in dem William ein Spiel initiiert, in dem er und Gyllen sich jeweils anders – etwa als Hip-Hop-Star, Kindersoldat, Boyband-Mitglied, Rassist – umschreiben und so „in Schubladen stecken“. Nicht zuletzt lädt der Film dazu ein, sich mit dem Thema Flucht und der Situation in Calais zu beschäftigen. «


Streik (OmU, französisch)

Streik» Stéphane Brizés Drama, das vor den Protesten der sogenannten Gelbwesten entstand, ist nah am Puls der Zeit und bietet die Möglichkeit, im Unterricht ausführlich über die regionalen Auswirkungen der Globalisierung zu diskutieren. Erörtern ließe sich in diesem Zusammenhang die Diskrepanz zwischen den Interessen der lokalen Arbeitnehmer*innen und der Geschäftsführung eines weltumspannenden Konzerns. Eingehender befassen könnte man sich am Beispiel der skizzierten Auseinandersetzung zudem mit der gewerkschaftlichen Arbeitsweise. Reichlich Stoff zum Debattieren eröffnet überdies der im Verlauf der Geschehnisse ausbrechende Konflikt innerhalb der Streikfraktion, den der Regisseur auf beiden Seiten mit stichhaltigen Argumenten unterfüttert. Ergiebig ist sicher auch eine Analyse der auf starke Unmittelbarkeit setzenden Inszenierung, die den Zuschauer von Anfang an in die Geschichte hineinzieht. «


Supa Modo

Supa Modo» Mit seiner berührenden Geschichte öffnet „Supa Modo“ zwei zentrale Themenfelder: Mit einer ungewöhnlich lebensfrohen Geschichte vom Abschiednehmen schafft der Film eine offene Ausgangsbasis, um von Schwere befreit mit Kindern über Krankheit, Tod und Sterben zu sprechen. Jos Geschichte ermutigt, ungezwungen darüber nachzudenken, wie Träume gelebt, Abschiednehmen und Sterben gestaltet und mit der Gewissheit des Endlichen umgegangen werden kann. Die leichte und fantasievolle Berührung dieser oft – vor allem von Erwachsenen – als schwer empfundenen Themen schöpft der Film nicht zuletzt aus dem Wesen des Filmischen selbst: Von der ersten bis zur letzten Einstellung wirkt „Supa Modo“ dank der Kraft der Imagination und ist eine Liebeserklärung an das Filmemachen und Filmezeigen. Anhand des Films im Film können Produktionsschritte von der Drehbuchgestaltung über den Dreh bis hin zur Filmvorführung aufgegriffen, das Filmschaffen als Gemeinschaftsproduktion erfahren und die Wirkung filmischer Vorstellungskraft thematisiert werden. «


Unheimlich perfekte Freunde

Unheimlich perfekte Freunde» Die erzählte Geschichte spielt zwar in einer Fantasiewelt mit magischen und skurrilen Momenten, ist aber gleichzeitig sehr realitätsnah, in dem sie auf lustige, aber auch punktgenaue Weise den Perfektionswahn und den Leistungsdruck in unserer Gesellschaft aufgreift. Die Kinder können anhand des Films miteinander ins Gespräch kommen, inwieweit sie selbst diesen Druck durch Elternhaus und Schule spüren und wie sie damit umgehen. Ebenso können die Gruppenkonstellationen in Klassenverbänden und die verschiedenen Zuschreibungen an manche Kinder wie „der Dumme“, „der Sportliche“, „der Streber“ kritisch hinterfragt werden. Die Botschaft des Films, dass die Einzigartigkeit jedes Menschen mit allen seinen Stärken und Schwächen viel wichtiger ist als die Erwartungen anderer an seine Leistungen, kann hier befreiend wirken und dazu anregen, sich selbst anzunehmen und andere so zu akzeptieren wie sie sind. «


Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit

Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit» Schnabels einfühlsames Porträt erschöpft sich nicht im Topos des Leidens für die Kunst, sondern zeigt vielmehr das Malen selbst als kreativen Prozess. Trotzdem eignet sich der unverstandene Künstler als Beispiel einer Avantgarde, deren Wert sich oft erst der Nachwelt erschließt. Für den Kunstunterricht bieten zahlreiche Diskussionen van Goghs etwa mit seinem Malerfreund Paul Gauguin oder mit einem Priester, der seine Bilder hässlich findet, wertvolles Gesprächsmaterial. So kann van Goghs Mittlerrolle zwischen dem französischen Impressionismus und dem späteren deutschen Expressionismus, den er wesentlich beeinflusste, erörtert werden. Mehrere bekannte Werke, darunter Abbildungen von Blumen, Weizenfeldern oder Selbstporträts, werden in der Entstehung gezeigt oder nachgestellt. Um sie im Film erkennen zu können, empfiehlt sich eine Vorabpräsentation ausgewählter Originale im Unterricht. Das Zusammenspiel von künstlerischem, symbolischem und finanziellem Wert eines Kunstwerks ist ein weiterer spannender Gesprächsstoff für den Unterricht. «


Allgemeine Informationen

Wir bieten Ihnen als Gruppe zu besonderen Konditionen auch alle Filme aus dem laufenden SCALA-Programm als Vorstellung am Vormittag nach Absprache an. Der normale Schulkino-Eintrittspreis beträgt dabei 4,50 Euro pro Person. Lehrkräfte haben freien Eintritt.

Sie haben besondere Wünsche, was die Filmauswahl angeht? Sie behandeln in der Schule ein Thema, das im laufenen Programm gerade nicht aktuell berücksichtigt ist? Sprechen Sie uns an – wir sind sicher, für Sie den richtigen Film (und oftmals auch begleitendes Unterrichtsmaterial) für Sie zu finden.

Kontakt, Information und Anmeldung
Anmeldung per Online-Formular

SCALA Programmkino
Tel. (0 41 31) 224 32 22
Fax (0 41 31) 224 32 28
E-Mail: info@scala-kino.net
Kontaktformular

Schulkino im SCALA Programmkino in Zusammenarbeit mit:

Vision Kino       Film & Medienbüro Niedersachsen

Foto: photocase.com © giddy


— Mit einem Kinoprogrammpreis der Bundesregierung (BKM) als zweitbestes Programmkino in Deutschland ausgezeichnet! —