Zu weit weg

Zu weit weg

Eine Geschichte über den Verlust der Heimat und die grenzüberschreitende Kraft von Freundschaft als sommerlicher und humorvoller Abenteuerfilm für die ganze Familie.

Zu weit weg

Der zwölfjährige Ben und der elfjährige Tariq sind neu an ihrer Schule und ebenfalls neu im Fußballverein. Sie haben auch noch eine weitere Gemeinsamkeit: Sie haben beide ihre Heimat verloren – Bens Heimatdorf musste einem Braunkohletagebau weichen und Tariq floh wegen des Krieges aus Syrien nach Deutschland. Schnell freunden sich die beiden miteinander an. Doch Tariq stiehlt seinem Freund auf dem Fußballplatz die Show und ist auch in der Klasse viel beliebter als Ben. Kann Ben es schaffen, aus dem Schatten seines Freundes zu treten? Oder ist dieses Konkurrenzdenken gar nicht nötig?

Bewertung der FBW Jugend Filmjury

Gesamtbewertung:

verständlich:
realistisch:
mitreißend:
abenteuerlich:
lehrreich:

Aufgrund des Braunkohleabbaus in der Nähe des Dorfes Niederkirchbach müssen die Bewohner, unter anderem der begnadete Fußballspieler Ben, mit seiner Familie umziehen. Im Gegensatz zu seinen Freunden zieht er in die zu weit weg“ gelegene Stadt Düren. Anfangs hat der 11-jährige Junge starke Probleme dabei, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Der einzige Lichtblick scheint die neue Fußballmannschaft zu sein, in der das Stürmerass jedoch als Verteidiger eingesetzt wird. Dort kann er sein eigentliches Können nicht präsentieren. Erst nachdem er den ebenfalls neuen Schüler Tariq aus Syrien nach und nach besser kennenlernt, bemerkt Ben, dass seine Probleme im Gegensatz zu denen seines neuen Freundes eigentlich nur nebensächlich sind. Nachdem er erfährt, dass der große Bruder von Tariq, während der Flucht verschollen ist, setzt sich Ben die Aufgabe diesen über das Internet ausfindig zu machen. Wir fanden es anfangs recht schwer dem Film ZU WEIT WEG eine angemessene Kritik zu geben, denn er spricht viele verschiedene Themen, die vor allem die heutige erwachsene Gesellschaft sehr beschäftigen, an und versucht diese für Kinder im Alter von Ben und Tariq zu erklären. Somit behandelt er sehr einfach, schwierige Probleme, wie beispielsweise Braunkohleabbau und Immigration. Heimat ist da, wo du dich wohlfühlst und nicht da, wo du wohnst, ist mitunter eine der Aussagen des Films. Für die Zielgruppe von 10 bis 12-jährigen zählt in dieser Geschichte vor allem die Freundschaft, die die beiden Jungs verbindet. Einfache und kurze Dialoge machen den Film leicht verständlich und manch coole Kamera- und Specialeffects gaben der Handlung Schwung. Vor allem die schauspielerische Leistung von Tariq hat uns überzeugt und ließ seine Geschichte sehr realistisch wirken, während uns die tragische Story um seinen Bruder mitgerissen hat. Wir empfehlen den Film ab einem Alter von 11 Jahren.

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