Das Deutsche Volk (Film & Gespräch)
Bei dem rassistischen Anschlag in Hanau vom 19. Februar 2020 kamen neun junge Menschen ums Leben. Vier Jahre lang dokumentiert Regisseur Marcin Wierzchowski die Auswirkungen dieses Verbrechens auf die Betroffenen und die Stadt Hanau.
Für ein anschließendes Gespräch ist Ayşe Güleç, Pädagogin, Kuratorin, Kunstvermittlerin und Mitglied der „Initiative 6. April“ sowie des Tribunals „NSU-Komplex auflösen“, zu Gast.
Der Dokumentarfilm DAS DEUTSCHE VOLK schildert den rassistischen Anschlag am 19. Februar 2020 in Hanau aus der Perspektive der Überlebenden und der Zugehörigen der Mordopfer. Ihr Kampf um Erinnerung, Aufklärung, Gerechtigkeit und Konsequenzen und ihre unmittelbare Forderung nach „Say their names“ sorgen dafür, dass die Namen der Opfer nicht vergessen werden. Ihr Kampf ist auch eine Einladung, sich im Kampf gegen Rassismus zu solidarisieren und gemeinsam an Veränderungen zu wirken – denn Erinnern heißt Verändern.
In den vergangenen fünf Jahren haben wir – die Gruppe „Gedenken an den 19. Februar Hanau in Lüneburg“ – Gedenkveranstaltungen am 19. Februar in Lüneburg organisiert. Nach den Lesungen von Cetin Gültekin und Mutlu Kocak „Geboren, aufgewachsen und ermordet in Deutschland“ und Tahra-Tanita Truderong „Resist Academia“ im September und Oktober wird der Film DAS DEUTSCHE VOLK der dritte Teil einer kleinen Veranstaltungsreihe sein. Die Gruppe Gedenken möchte dazu einladen, gemeinsam ein Gedenken für den 19. Februar 2026 zu gestalten. Wir werden beim Film anwesend sein und kommen gerne ins Gespräch.
#SAYTHEIRNAMES Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz & Gökhan Gültekin
Die Veranstaltung ist Teil des Projekts „Zukünfte des Erinnerns in der Postmigrationsgesellschaft: Konflikte, Kontinuitäten, Konkurrenzen“, das von Kevin Drews, Ellen Kollender, Lea Otremba und Monika Schoop an der Leuphana Universität Lüneburg durchgeführt wird.
Eintritt frei!