Do Not Expect Too Much From The End of the World (OmeU)
Mit DO NOT EXPECT TOO MUCH FROM THE END OF THE WORLD legt der rumänische Regisseur Radu Jude ein schonungslos scharfes, zugleich bitterkomisches Porträt der heutigen Arbeitswelt und ihrer Bildproduktion vor.
Rumänisch mit englischen Untertiteln
In zwei formal wie inhaltlich miteinander verschränkten Teilen begleitet der Film die Produktionsassistentin Angela, die unermüdlich durch die Stadt fährt, um Castings für ein von einem multinationalen Unternehmen beauftragtes Arbeitssicherheitsvideo zu organisieren. Als der halb gelähmte Arbeiter Marian vor der Kamera offenbart, dass sein Unfall auf Fahrlässigkeit des Unternehmens zurückgeht, gerät die gewünschte Erzählung ins Wanken. Ein Skandal entsteht und zwingt Marian, seine Geschichte den Interessen der Auftraggeber anzupassen.
Radu Jude nutzt diesen Konflikt, um Ausbeutung, Prekarisierung und die Bedingungen der Gig Economy ebenso zu analysieren wie die Mechanismen audiovisueller Darstellung selbst. Zwischen Roadmovie, Komödie, Montage und Smartphone-Ästhetik entfaltet sich ein bewusst fragmentarischer Film.
Einführung mit Jason Goldfarb (LIAS Fellow).
Diese Filme gehören zur LIAS-Filmreihe (Leuphana Institute for Advanced Studies (LIAS) in Culture and Society) in Kooperation mit dem SCALA Programmkino. Jeden Monat werden internationale Filme zu kultur- und sozialkritischen Themen von Einführungen und Diskussionen begleitet. Der Eintritt ist frei!