L’Arbre de l’Authenticité

L’Arbre de l’Authenticité (OmeU)

Ein eindrucksvoller Dokumentarfilm von Sammy Baloji, der die komplexen Verstrickungen zwischen Kolonialgeschichte und den aktuellen ökologischen Herausforderungen des Kongo-Beckens beleuchtet. Er nimmt die Zuschauer*innen auf eine bewegende und poetische Reise mit. Der Film erhielt den Spezialpreis der Jury beim International Film Festival Rotterdam und war im Wettbewerb des DOK.fest München 2025 nominiert.

französisch mit englischen Untertiteln

L’Arbre de l’Authenticité

In einem dreiteiligen Essay-Format blickt der Film auf die Geschichte des ehemals belgischen Forschungszentrums in Yangambi im Kongo zurück. Dort wurden in den 1930er-Jahren wichtige meteorologische Daten gesammelt, die heute bedeutende Einblicke in den Klimawandel liefern. Baloji lässt die Stimmen von zwei Wissenschaftlern zu Wort kommen: Paul Panda Farnana (1888–1930), der erste kongolesische Kolonialoffizier, und Abiron Beinaert (1903–1941), ein belgischer Kolonialbeamter. Ihre Erlebnisse im Kongo spiegeln die kolonialen Ausbeutungsmechanismen und deren Folgen für die einheimische Bevölkerung wider.

Am Ende des Films beginnt ein 300 Jahre alter Baum namens Lileko zu erzählen, der als Zeuge der historischen und ökologischen Zerstörung auftritt. In lyrischen Bildern und mit eindrucksvollen Naturklängen bezeugt der Baum die Jahrhunderte währenden Eingriffe des Menschen in seine Umwelt und warnt vor den Folgen der ungebremsten Ausbeutung. Balojis Werk ist eine kraftvolle Erinnerung an das koloniale Erbe und die Dringlichkeit des ökologischen Wandels.

L’Arbre de l’Authenticité

Diese Filme gehören zur LIAS-Filmreihe (Leuphana Institute for Advanced Studies (LIAS) in Culture and Society) in Kooperation mit dem SCALA Programmkino. Jeden Monat werden internationale Filme zu kultur- und sozialkritischen Themen von Einführungen und Diskussionen begleitet. Der Eintritt ist frei!

Zeiten

Mi
01.07.
19:00