Luisa

Luisa (Film & Gespräch)

Luisa, neugierig und lebensfroh, lebt in einer WG für Menschen mit Behinderung. Sie wird schwanger – doch ihr Freund Anton ist unfruchtbar. Schweigen und Missbrauchsverdacht lösen Ermittlungen aus…

Premiere mit Filmgespräch: Regisseurin Julia Roesler ist zu Gast

Luisa

Luisa ist vor kurzem von zu Hause ausge­zogen und neugierig, was das Leben für sie bereithält. Sie liebt Partys, ist für jeden Spaß zu haben, lässt sich auf Flirts und kleine Abenteuer ein. Sie lebt in der Wohngruppe einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung am Rande einer deutschen Kleinstadt, wo sie sie Unterstützung in ihrem oft turbulenten Alltag erhält. Un­bemerkt wird Luisa zunehmend stiller, während in der Wohngruppe das alltägliche Leben weiter geht – bis festgestellt wird, dass Luisa schwanger ist. Luisa selbst sagt nicht, wie das passiert ist – sie schweigt. Der Verdacht auf sexuellen Missbrauch liegt nahe. Luisa entschließt sich, die Schwangerschaft abbrechen zu lassen. Die Polizei wird eingeschaltet. Die Ermittlungen werden zur Belastungsprobe für Luisa, für ihre Beziehung zu ihrem Freund Anton und für das gesamte Per­sonal der Wohneinrichtung.

Luisa

Das Drehbuch wurde von Julia Roesler und Silke Merzhäuser auf Basis einer monatelangen Recherche in Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderung geschrieben. Neben der individuell bewegenden Geschichte der jungen Bewohnerin Luisa sollen auch die Strukturen, die die extrem hohen Fallzahlen von Missbrauch an Frauen mit Behinderung ermöglichen, gezeigt werden. In der Drehbuchentwicklung wurde mit dem inklusiven Ensemble Meine Damen und Herren“ aus Hamburg zusammengearbeitet, von denen auch einige Schauspieler:innen zum Cast gehören. Gemeinsam wurden die Figuren so weiterentwickelt, dass sie sowohl in Bezug auf die eigene inhaltlich-künstlerische Vorstellung, als auch in Hinblick auf vorhandene Barrieren für die Schauspieler:innen spielbar wurden. Die paritätische Besetzung mit zehn Schauspieler:innen mit (darunter die Hauptfigur) und zehn Schauspieler:innen ohne Behinderung ist ein Novum in der deutschen Kinospielfilmproduktion.

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26.04.