Mein Vater, die Wurst

Mein Vater, die Wurst

…eine Feel-Good-Komödie für die ganze Familie, die zeigt, dass es nie zu spät ist, seine Träume zu verwirklichen!

Mein Vater, die Wurst

Die elfjährige Zoë kann es nicht fassen, als ihr Vater verkündet, dass er seinen Job in einer Bank hingeworfen hat, um Schauspieler zu werden. Während ihre Geschwister und ihre Mutter glauben, er sei verrückt geworden, nimmt Zoë allerdings den Traum ihres Vaters ernst und unterstützt ihn. Doch als Zoës Mutter herausfindet, dass der Vater eine riesige Wurst in einem Werbeclip spielen soll und Zoë die Schule geschwänzt hat, um ihrem Vater bei seinem irrwitzigen Unterfangen zu unterstützen, gerät das Familiengleichgewicht in Schieflage…

Mein Vater, die Wurst

Bewertung der FBW Jugend Filmjury

Gesamtbewertung:

humorvoll:
träumerisch:
klischeehaft:
lebensnah:
familiär:

Hallo Herr Wurst!“ So lautet eine Textzeile aus dem ersten Schauspielauftrag von Zoës Vater – aber lasst uns mal beim Anfang beginnen. Mit dem Urknall. Danach 14 Milliarden Jahren gar nichts, bis wir Zoës Familie kennenlernen.

Seit sie umgezogen sind, ist nichts mehr wie vorher. Als sein Taschenrechner explodiert, realisiert Zoës Vater plötzlich, dass sein monotones Arbeitsleben ihn nicht glücklich macht. Er wirft alles über den Haufen und will Schauspieler werden. Zoë unterstützt ihn als Einzige aus der Familie bei der Verwirklichung seines Traums. Als Mitschüler die Videos ihres Vaters sehen und sie, genau wie der Rest der Familie, lächerlich finden, wird sie vom unscheinbaren Chamäleon zum Mobbingopfer. MEIN VATER, DIE WURST überzeugt als Familienfilm. Mit Charme, Witz und Gefühlen ist der belgische Film eine sympathische 90-Minuten-Reise mit der genauen Beobachtung einer Familiendynamik, die sich neu konstituieren muss, wenn einer einen anderen Weg gehen möchte und sich seinem wahren Lebenstraum widmet. Das ist knuffig und unterhält gut, ist solide eingefangen und schnell strukturiert, lässt dabei aber immer noch Platz für Emotionen. Die Figuren werden zwar einfach erzählt, manchmal mit knapp skizzierten Klischees pointiert dargestellt, aber mit Einheitsbrei hat das trotzdem nichts zu tun: Man versteht schnell das Gefüge, das hier auseinanderbricht und sich neu zusammensetzen muss. In dieser Komödie steckt eine sehr schöne und gelungene Coming of Age-Geschichte, die vor allem durch ihre Perspektive heraussticht. Immer wieder unterbrochen von fantasievollen Collagen-Animationen lernen wir aus der Sicht von Zoë, dass das Gefüge sich verändern wird, wenn du dich veränderst. Diese Erkenntnis zeigt MEIN VATER, DIE WURST in einer komfortablen, gefühlvollen und vegetarischen Verpackung. Wir empfehlen den Film unbedingt mit der ganzen Familie zu sehen. Für Kinder ab 10 Jahren.

Website der FBW Jugend Filmjury