Vaterland

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Nach dem Oscar-prämierten IDA und dem vielfach ausgezeichneten Drama COLD WAR – DER BREITENGRAD DER LIEBE erzählt Paweł Pawlikowski in überragenden Kinobildern eine große deutsche Familiengeschichte im Tumult der Nachkriegszeit. Mit zarter Unerbittlichkeit überblendet VATERLAND den Nullpunkt der deutschen Geschichte mit dem Finale einer Familiensaga – getragen von einem überragenden Ensemble.

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Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begeben sich Literaturnobelpreisträger Thomas Mann und seine Tochter, die Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin Erika, auf eine Reise durch ein Deutschland in Trümmern – von Frankfurt in der amerikanischen Besatzungszone bis ins sowjetisch kontrollierte Weimar. Zum Goethe-Jubiläum wünscht man sich auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze Worte des Trostes, der Zustimmung und der Vergebung vom größten aller Erzähler. Zwischen euphorischen Wagner-Erben und literarisch versierten Generälen wird Deutschlands wichtigster Schriftsteller hofiert und manchmal auch beschimpft, während das Drama in seiner Familie leise eskaliert. Es ist das erste Mal seit dem Krieg, dass Thomas Mann zurückkehrt, nachdem er einst ins Exil geflohen war. Eine Reise in die verwundete deutsche Seele, die heilen soll – sie wird für Erika und den Zauberer, wie seine Kinder ihn oft nannten, zu einer Reise ins Innerste.

Vaterland
Seine größte Kraft entwickelt Vaterland jedoch dort, wo der Film über die historische Situation hinausweist. Im Zentrum steht letztlich ein konkreter Widerspruch, zwischen der Autorität eines Intellektuellen, der in großen Reden für Humanismus und Verantwortung eintritt, und der Frage, was davon im Privaten tatsächlich Bestand hat. Darin berührt der Film eine Debatte, die bis tief in die Gegenwart reicht: wie sehr Kunst und intellektuelle Arbeit sich zur politischen Wirklichkeit verhalten müssen und was ihre Ansprüche tragen, wenn sie sich der unmittelbaren Einlösung entziehen. Die Familie Mann erscheint so weniger als tragische Ausnahme denn als früher Kristallisationspunkt einer Spannung, die sich bis ins Heute fortschreibt.
kino-zeit.de
Vaterland

ab 3. September im Programm

Auszeichnungen

Cannes 2026
— Preis für die beste Regie

Filmografie Paweł Pawlikowski (Auswahl)

2004
My Summer of Love
2011
Die geheimnisvolle Fremde
2013
Ida
2018
Cold War
2026
Vaterland