Wenn du Angst hast, nimmst du dein Herz in den Mund und lächelst

Wenn du Angst hast, nimmst du dein Herz in den Mund und lächelst

Die zwölfjährige Anna lebt mit ihrer gehörlosen Mutter beengt in einer Wiener Siedlung. Als sie aufs Gymnasium wechselt, beginnt sie sich für ihre Herkunft zu schämen. Mit ihrer Klassenkameradin Mara, einer feministischen Rebellin mit queeren Vater, findet sie eine Komplizin – und lernt durch das Nichthineinpassen, sich selbst kennenzulernen und zu schätzen.

Wenn du Angst hast, nimmst du dein Herz in den Mund und lächelst

Marie Luise Lehner folgt der zwölfjährigen Anna, die mit ihrer gehörlosen Mutter beengt in einer Wiener Siedlung lebt. Der Wechsel aufs Gymnasium verändert Annas Leben. Ihre Mitschüle­r:innen kommen aus einer ganz anderen sozialen Schicht und Anna beginnt, sich für ihre Herkunft und ihre alleinerziehende Mutter zu schämen. Während der Skiwoche muss sie so tun, als ob sie krank sei. Das für den Skikurs zurückgelegte Geld wird für den Kauf eines Schlafsofas aufgewandt, das der Mutter eine sexuelle Beziehung, aber auch der Tochter etwas mehr Privatsphäre ermöglichen soll. Eine Komplizin findet Anna in ihrer Klassenkameradin Mara, die mit feministischen Fragen provoziert und mit ihrem queeren Vatebenfalls allein lebt. Bedingungslos stellt sich Marie Luise Lehner in ihrem Langfilmdebüt an die Seite ihrer Held:in­nen, schenkt ihnen Raum für Introspektion und Ausbrüche, lässt sie zurückrudern und sich versöhnen. Das Nichthineinpassen erlaubt es ihnen, sich selbst kennen- und schätzen zu lernen. Lehner hisst, ganz selbstverständlich und mit viel popkultureller Referenz, die bunte Flagge der Solidarität.

ab 27. Mai im Programm